lebkuchen kekse

Lebkuchen ist DER Wei­h­nacht­szeit- Klas­sik­er. Die Gewürze wär­men von Innen, sein Duft lässt die Woh­nung heimeliger wer­den. Und die Süsse kann die Stim­mung in der dun­klen Jahreszeit heben. Nicht nur in Europa, son­dern auf der ganzen Welt sind die Lebkuchen mit­tler­weile bekan­nt und beliebt. 

Beschäftigt man sich mit sein­er Geschichte und den ver­schiede­nen Rezepten, merkt man, dass es nicht nur DEN einen Lebkuchen gibt. Die Griechen und die Römer kan­nten dem­nach ähn­liche Rezepte, in Klöstern wurde der Lebkuchen als Speise in Fas­ten­zeit­en verzehrt. Auf­grund der ver­schiede­nen Gewürze, galt er als gesund und ver­dau­ungs­fördernd. Erste schriftliche Erwäh­nung von würzi­gen Honigkuchen gab es schon 350 vor Chris­tus . In Europa bilde­ten sich die Lebkuchen Hochbur­gen natür­lich an Han­dels- Knoten­punk­ten, an denen es die Möglichkeit gab, an die begehrten Gewürze ( Kar­damom, Muskat, Nelken, Piment, Pfef­fer, Zimt etc.) zu erhalten. 

Die klas­sis­chen Nürn­berg­er Lebkuchen, wur­den in den USA bekan­nt durch deutsche Siedler. Sie haben eine eher weiche Kon­sis­tenz und wer­den auf Oblat­en geback­en. Die Lebkuchen ‑Vari­ante, die ich euch hier zeige, ist eher eine skan­di­navis­che Art des Lebkuchens. Er ist fes­ter und flach­er und erin­nert mehr an Kekse als an Fladen oder Kuchen. 

Anstatt von Honig ver­wende ich Zuck­er­rüben­sirup. Auch wenn es region­al noch Imk­er gibt, ver­suche ich Honig in grösseren Men­gen zu ver­mei­den. Ehrlich gesagt, habe ich in diesem Som­mer (2021) kaum eine Biene gese­hen. Nur Wespen oder Hum­meln. Das Bienen­ster­ben ist bekan­nt, der Grund ist aber bes­timmt nicht, dass wir ihren Honig verzehren, son­dern die Pes­tizid­be­las­tung und Monokul­turen. Im let­zten Früh­jahr und Som­mer kam noch lang andauernde Kälte und Starkre­gen dazu, so dass die Bienen kaum eine Chance hatten. 

Ich finde daher, die Bienen soll­ten ihren Honig behal­ten, um sich selb­st zu stärken. Den Ersatz­zuck­er, der ihnen von Imk­ern ange­boten wird, benutze ich also hier für mein Gebäck. Zuck­er­rüben­sirup ist ein regionales Pro­dukt und wird nicht wie Ahorn­sirup oder Rohrzuck­er weit trans­pori­ert. Hinzu kommt, dass er weniger süss ist als Honig, dafür aber eine hohe Min­er­al­stoffdichte ( z. B. Eisen, Kali­um, Mag­ne­sium, Fol­säure) besitzt. 

Der Teig ist schnell gemacht, man braucht nur wie so oft beim gluten­freien Back­en ein paar mehr Zutat­en für die Mehlmis­chung. Alles wird zu einem glat­ten Teig zusam­men geknetet und über Nacht kalt gestellt. Der Teig lässt sich gut aus­rollen. Falls er klebt, gebt ein­fach etwas Reis­mehl auf die Arbeits­fläche und an das Roll­holz. Falls der Teig dabei zu warm und daher weich gewor­den ist, stellt ihn eine Weile nach Draussen in die Kälte oder in den Kühlschrank. Ca. 15 Minuten reichen aus, so dass sich der Teig gut ausstechen und ver­ar­beit­en lässt. 

Wenn ihr fil­igrane Ausstech­er benutzt und wollt, dass die Form beim Back­en möglichst erhal­ten bleibt, stellt das Back­blech mit dem aus­gestoch­enen Teig nochmals 10 bis 15 Minuten kalt. Der Teig ver­läuft dann weniger im Ofen. Apro­pos Ausstech­er: Es haben mich viele gefragt, woher ich den Stem­pel für die Lebkuchen ‑Gesichter habe. Da kann ich euch etsy empfehlen. Es gibt eine grosse Auswahl an unter­schiedlich­sten Keksausstechern.

Gerne back ich aber auch Kekse kom­plett ohne vorge­fer­tigte Ausstech­er, wie zum Beispiel im Video oben. Schnei­det euch doch selb­st Sch­ablo­nen, nehmt Gegen­stände (zum Beispiel Gabeln oder schöne Glas­bö­den) aus eur­er Küche zum Prä­gen des Teigs. Oder ihr schnei­det den Teig ganz freestyle aus, ein­fach mit einem Mess­er. Ich wün­sche euch viel Spass und schöne Ideen fürs Back­en. Schreibt gern in die Kom­mentare was ihr so aus Lebkuchen backt. 

Jingle by talented Philipp Westermann

Lebkuchen Kekse

gluten­freie Lebkuchen Kekse, leicht­es Rezept
Vor­bere­itungszeit30 Min.
Zubere­itungszeit30 Min.
Küh­lzeit über Nacht8 Stdn.
Arbeit­szeit9 Stdn.
Gericht: back­en, Kekse, Weihnachtskekse
Key­word: bak­ery, gluten­free, glutenfrei
Por­tio­nen: 30 Kekse

Equipment

  • Kek­sausstech­er

Zutaten

Mehlmischung

  • 150 g Speis­es­tärke, gluten­frei z. B. Kartoffelstärke
  • 100 g Reis­mehl
  • 100 g fein gemah­lene Mandeln
  • 1/2 TL Xan­than
  • 1/4 TL Natron
  • 1 Prise Salz

übrige Zutaten

  • 10 g Lebkuchengewürz, gemahlen
  • 1 EL Kakaop­ul­ver, ungezuckert
  • 100 g brauner Zuck­er, alter­na­tiv fein­er Rohrzucker
  • 90 g Zuck­er­rüben­sirup
  • 140 g veg­ane Mar­garine, weich möglichst ohne Palm­fett und Soja; alter­na­tiv Butter

Anleitungen

  • In ein­er Schüs­sel alle Zutat­en für die Mehlmis­chung ver­men­gen. Lebkuchengewürz und Kakao unter­mis­chen. Restliche Zutat­en zugeben und mit den Quirlen des Han­drührers gle­ich­mäs­sig erst zu feinen Krümeln, dann mit den Hän­den kurz zu einem glat­ten Teig kneten. In eine Frischhal­te­box geben und luft­dicht ver­schliessen. Über Nacht kalt stellen.
  • Am näch­sten Tag den Back­ofen auf 180 Grad Ober Unter­hitze (Umluft 160 Grad) vorheizen. Teig auf ein­er leicht bemehlten Arbeits­fläche oder auf einem Back­pa­pi­er ca. 8 mm dick aus­rollen. Eventuell das Roll­holz auch mit etwas Mehl bestäuben, damit der Teig nicht fes­tk­lebt. Nach Belieben Kekse ausstechen und auf ein mit Back­pa­pi­er belegtes Back­blech geben. Eventuell kühlen (s. Tips). 10- 12 Minuten gold­braun back­en. Im vorge­heizten Back­ofen im unteren Drit­tel mit dem Back­pa­pi­er auf ein Kuchen­git­ter ziehen und auskühlen lassen.

TIPS

  • wenn der Teig zu weich gewor­den ist und neu aus­gerollt wer­den soll, für ein paar Minuten ins Tiefkühlfach geben bis er wieder fes­ter ist.
  • Die Kekse auf dem Back­blech vor dem Back­en noch ca. 10 Minuten kühlen, dann laufen sie nicht so stark auseinander.
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